Schröpfen

Beim Schröpfen kommt es darauf an, ein Vakuum am umschriebenen Ort über eine bestimmte Zeit auf die Hautoberfläche einwirken zu lassen. Die Wirkung:

  • Hautverformung und Scherung: Zug und Scherung der Hautoberfläche rufen das Nervensystem auf den Plan. Die Hautrezeptoren und vor allem die freie Nervenendigungen in der Lederhaut reagieren auf die Verformung und melden die Empfindung an das zentrale Nerven System.
  • Ausschüttung von Gewebshormonen (oft als Juckreiz empfunden, durch Freisetzung von Histamin)
  • Passive Hyperämie (gute Durchblutung) Nach der Schröpfbehandlung haben wir ein erweitertes, gut funktionierendes Lymphgefäß, das sein Gewebewasser mit einem Teil der aufgelösten Schlacken wieder aufgenommen hat.
  • Reflektorische Schmerzhemmung
  • Austritt von Lymphe/Blut ins Gewebe. Am interessantesten ist hier die Beobachtung, dass in erkrankten Hautbereichen oder in Reflexzonen, deren zugehörige innere Organe erkrankt sind, sich viel schneller, als erwartet, ein Flüssigkeitsaustritt, ein sogenannten Extravasat (Latein: extra =außerhalb, vas=Gefäß) bildet.
  • Anziehende Wirkung auf Abwehrzellen
  • Stoffwechselsteigerung
  • Reflektorische Beeinflussung innerer Organe über die Head´schen Zonen

Bild vergrößernBild vergrößern Fernwirkung durch gezielte Behandlung der Trigger-Punkte (Trigger sind dauerhaft verkürzte und verdickte Muskelfaserabschnitte innerhalb des Muskels, die Muskelverspannungen, Funktionsstörungen und Schmerzen verursachen. Diese Schmerzen können in die direkte Umgebung und sehr oft in die, vom Trigger entfernte, Körperbereiche ausstrahlen. Das heißt, dass Schmerzen ihre Ursache oft nicht da haben wo man sie wahrnimmt, sondern ganz woanders.